Durch unsere Arbeit kommen wir immer wieder in Haushalte, die schon mehrere Monteure hinter sich haben. Bei den abenteuerlichen Konstrukten, die wir dort manchmal vorfinden, sind wir uns oft nicht sicher, ob wir schmunzeln oder nur noch den Kopf schütteln sollten.
Ein "Kollege" schien zum Beispiel der Meinung zu sein, daß Naturgesetze bei ihm keine Geltung haben. Um etwas Zeit und ein paar Handgriffe zu sparen, wurde in Kauf genommen, daß in einer zu langen Ableitung einer Geschirrspülmaschine, mit zu geringem Gefälle, Schmutzwasser stehen bleibt. Die im Abwasser enthaltenen Schmutzpartikel setzen sich ab und führen im Laufe der Zeit unvermeidbar zur Verstopfung der Leitung. In einem Arbeitsaufwand von knapp 30 Minuten haben wir in diesem Fall das Fallrohr etwas gekürzt, dadurch erreicht das Abflussrohr ein Gefälle von etwa 5 Grad und so kann das Schmutzwasser problemlos abfließen. Zusätzlich haben wir, rein kosmetisch, den Schlauch der alten Spülmaschiene demontiert, was unser "Kollege" wohl nicht für nötig befunden hat.
In einem anderen Fall konnten wir leider nicht so einfach helfen. Nach der Montage einer Küche (geliefert und aufgestellt durch ein großes Möbelhaus) konnte eine der Schubladen nicht geschlossen werden. Der Monteur hat durch fachkundigen Einsatz mit einem "Feinjustiergerät" (in diesem Fall ein Hammer) erreicht, daß die Schublade doch geschlossen werden kann. Leider hat die "Kosmetik" etwas darunter gelitten und das zu beheben erfordert leider einen relativ großen Aufwand von unserer Seite.